Direkt zum Inhalt

Siebte Festival Edition unter dem Motto "Emergency Spaces"

Das 7. Ukrainian Film Festival Berlin (UFFB) präsentiert vom 14. bis 18. Oktober 2026 erneut die neuesten zeitgenössischen Filme aus der Ukraine. Ergänzt wird das Haupt-Programm durch thematisch kuratierte Filmreihen und Programme mit Retrospektiven.


Das Leitmotto der diesjährigen Festivalausgabe lautet „Emergency Spaces“. Die feierliche Eröffnung sowie die Abschluss- und Preisverleihungszeremonie finden im Kino in der Kulturbrauerei statt.


Zum Motto „Emergency Spaces“ widmet sich das Festival Räumen, die in Zeiten von Unsicherheit und gesellschaftlichen Umbrüchen Orientierung, Zuflucht und Solidarität ermöglichen.


„’Emergency Spaces’ führt uns zu jenen Zwischenräumen, in denen die Realität verschwimmt und sich, wie in den Filmen von David Lynch, an der Schwelle zwischen Traum und Surrealem bewegt. Das Weltgeschehen der vergangenen Jahre reiht eine Krise an die nächste, sodass uns die gewohnte Realität zunehmend fremder und schwerer greifbar erscheint. Umso wichtiger werden Orte der Zuflucht und Solidarität, die zugleich Raum für Reflexion und neue Perspektiven auf die Zukunft eröffnen. Ein Emergency Space versteht sich als ein solcher Ort – zwischen Schwebezustand auf der einen und Solidarität sowie Gemeinschaft auf der anderen Seite“, sagt Daria Buteiko, eine der drei Festivalleiterinnen.


Seit 2024 richtet das UFFB zudem einen Kurzfilmwettbewerb aus, der junge ukrainische Filmemacher:innen fördert und dazu beiträgt, ihr Filmschaffen international sichtbar zu machen. In 2026 geht er in die dritte Runde. Darüber hinaus präsentiert das Festival thematisch kuratierte Kurzfilmreihen außerhalb des Wettbewerbs.


Die Filmvorführungen finden, neben dem Kino in der Kulturbrauerei, in weiteren Berliner Kinos und Spielstätten statt.



Festivaleröffnung


Zur Festivaleröffnung wird die Dokumentation “The Illusion of a Quiet Night” (2026) der ukrainischen Regisseurin Olha Chernykh präsentiert. Im Anschluss an die Vorführung steht die Filmemacherin dem Publikum für ein Q&A zur Verfügung.


Der Film nimmt uns mit auf eine Reise durch eine Sommernacht am 27. Juli 2025 in der Ukraine, gefilmt von 40 professionellen Kameraleuten und Hunderten Privatpersonen. Durch nächtliche Städte, Wälder, Frontlinien, Krankenhäuser und Tanzflächen erzählt der Film vom Leben eines Landes und einer Nation im Krieg: davon, wie die Nacht zugleich ein Mittel der russischen Kriegsführung und ein Ausdruck der Resilienz der Ukrainer:innen ist.

“The Illusion of a Quiet Night” zeichnet ein kollektives Porträt eines Lebens zwischen Erschöpfung und anhaltender Hoffnung und Weitermachen.


Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Aziza Eskender, einer multidisziplinären ukrainisch-krimtatarischen Künstlerin und Aktivistin, deren Schaffen eigene Musik, Performancekunst, Theater, Poesie und bildende Kunst umfasst. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Dekolonisierung, kulturellem Gedächtnis, Freiheit und Widerstand. Dabei setzt sie sich kritisch mit dem russischen und sowjetischen Kolonialerbe auseinander und wirkt der Auslöschung krimtatarischer Stimmen entgegen.



The Illusion of a Quiet Night:

Olga Chernykh | Dokumentarfilm | Ukraine 2026 | 70’

Synopsis:

Die russischen Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung ereignen sich vorwiegend im Schutz der Dunkelheit. In der Dokumentation “The Illusion of a Quiet Night” halten 40 Profi-Kameraleute zusammen mit zahlreichen Privatpersonen die Geschehnisse der Nacht des 27. Juli 2025 fest. Ihre Aufnahmen führen uns durch urbane Räume und tiefe Wälder, dokumentieren den harten Alltag an der Frontlinie und fangen zugleich flüchtige Augenblicke privaten Glücks ein.

Olga Chernykh wurde 1990 in Donezk geboren. 2017 schloss sie ihr Masterstudium an der Fakultät für Kamera an der Nationalen I.-K.-Karpenko-Karyi-Universität für Theater, Film und Fernsehen in Kyjiw ab. Ihr Film A Picture to Remember eröffnete 2023 das International Documentary Film Festival Amsterdam und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. The Illusion of a Quiet Night ist der zweite Langfilm der Regisseurin und feierte 2026 seine Premiere beim Festival Visions du Réel.



Über das Ukrainian Film Festival Berlin

Das Ukrainian Film Festival Berlin wurde 2020 gegründet und hat sich seitdem zu einer wichtigen Plattform für das zeitgenössische ukrainische Kino in Deutschland entwickelt. Mit sechs erfolgreichen Festival Editionen, Filmreihen wie Ukraine Known Unknown sowie zahlreichen Vorführungen aktueller preisgekrönter Produktionen von ukrainischen Filmemacher:innen hat das UFFB wesentlich zur Sichtbarkeit und Anerkennung der ukrainischen Filmkunst beigetragen. Begleitend organisiert das Festival Podiumsgespräche mit Expert:innen aus der Ukraine und Deutschland zu den Themen Film, Kultur, Bildung und Gesellschaft.

Das UFFB wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und arbeitet mit zahlreichen Partnerinstitutionen zusammen, darunter ARTE, Dovzhenko Zentrum sowie das Institut für Osteuropastudien der Freien Universität Berlin.




Festivaleröffnung am 14. Oktober 2026

Kino in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, Berlin

  • 18:30 Uhr – Einlass & Empfang
  • 19:30 Uhr – Eröffnungszeremonie, Filmvorführung The Illusion of a Quiet Night (mit anschließendem Q&A)
  • Tickets HIER
Termine
Oktober 2026
MoDiMiDoFrSaSo
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31