Festival für Neue Musik
Zu Gast sind herausragende Berliner, nationale und internationale Ensembles und Künstler:innen aller Generationen mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen.
„Wenn die Beschleunigung das Problem ist, ist die Resonanz vielleicht die Lösung“, schreibt der Soziologe Hartmut Rosa im Vorwort von Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Dem entfremdeten, dem unersättlich nach Optimierung strebenden und zum kollektiven Burnout führenden modernen Leben stellt er die Idee der Resonanz entgegen. Er meint damit ein berührendes Weltverhältnis, das auf Wechselseitigkeit beruht.
Ausgehend von Hartmut Rosas Idee der Resonanz als lebendiger, wechselseitiger Weltbeziehung fragt die Klangwerkstatt Berlin 2026 danach, wie Hören Verbindung stiften kann: zwischen Menschen, zwischen Kunst und Wissenschaft, Natur und Technik, Wahrnehmung und Erkenntnis. Musik erscheint dabei nicht als bloßes Objekt des Hörens, sondern als Raum gemeinsamer Erfahrung und Transformation.
Ensemble LUX:NM widmet sich mit Von der Vermessung des Schlafes den Phänomenen von Traum und Schlaf. ensemble mosaik setzt seine musikalische Erforschung des Periodensystems fort. Der Konzertabend Low Frequencies mit der Kontrabassflötistin Beatrix Wagner, dem US-amerikanischen Bass Andrew Munn und BONECRUSHER, einem Ensemble von zwölf Posaunist:innen und zwei Schlagzeuger:innen macht die körperliche Wirkung tiefster Klänge erlebbar, während Uwe Raschs großformatiges Vokalwerk Joe/Hab et swais ait en für 12 Vokalist:innen und Video mit dem Vokalensemble AuditivVokal Dresden die Geschichte digitaler Medien und die Konstruktion von Wirklichkeit reflektiert.
Weitere Höhepunkte sind Chiyoko Szlavnics’ raumgreifendes Oracles I–V (listening spaces) mit dem EnsembleKollektiv Berlin, eine Hommage an Matthias Kaul durch das Ensemble L’ART POUR L’ART, ein Latenightkonzert mit der diesjährigen DAAD-Stipendiatin Shasha Chen sowie Morton Feldmans vierstündiges For Philip Guston anlässlich seines 100. Geburtstags.
Kinder- und Jugendensembles, Familienkonzerte und Mittagskonzerte mit Imbiss laden darüber hinaus zum generationsübergreifenden Austausch ein. Die Klangwerkstatt Berlin schafft Resonanzräume – für neue Klänge, neue Begegnungen und neue Möglichkeiten, Welt gemeinsam zu erfahren.
Weitere Ensembles im Programm: Trio Abstrakt, Freie Jugendorchesterschule Berlin, Ensemble JungeMusik Berlin, Kammermusikklasse Gerhard Scherer & Feelharmonie Rheinsberg, Marike Rügert & Richard Putz, Raquel Alves Marquard & Katarina Vowinkel.
Zusätzliche Informationen
Preisinformation:
Tickets online oder an der Abendkasse
Preise: 0-7€ + VVK-Gebühren
Informationen zur Barrierefreiheit
Kunstquartier Bethanien
Das Kunstquartier Bethanien ist für Menschen mit motorischen Einschränkungen barrierefrei zugänglich.
Räumlichkeiten Studio 1 befindet sich im 1. OG und ist über einen Lift zugänglich. Studio 2 befindet sich im 2. OG und ist über einen Lift zugänglich
Toiletten Die nächstgelegene behindertengerechte Toilette ist im EG zu erreichen.
Anfahrt Die nächstgelegene, barrierefreie U-Bahnstation ist Kottbusser Tor (U1, U8).
Parken Leider verfügt das Kunstquartier Bethanien über keine eigenen Parkplätze und daher auch über keine Behindertenparkplätze.
Der Besuch für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Menschen mit Sehbehinderungen ist prinzipiell möglich.
St. Thomas-Kirche
Zur Barrierefreiheit der St. Thomas-Kirche liegen zurzeit leider keine Informationen vor.
Begleitpersonen & Kontakt
Begleitpersonen erhalten freien Eintritt. Bitte melden Sie sich vorab an. Bitte nehmen Sie ebenfalls Kontakt zu uns auf, wenn Sie weitere Fragen haben oder eine persönliche Veranstaltungsbegleitung zur Verfügung gestellt bekommen möchten. Kontakt: tickets@klangwerkstatt-berlin.de.
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